Biogasanlage Apensen
Mitglieder der Bürgerinitiative hatten am 05. Mai 2017 Gelegenheit, die Biogasanlage zwischen Apensen und Grundoldendorf persönlich in Augenschein zu nehmen.
Drei GeschäftsfĂührer begrüßen die Gruppe, die sich bei regnerischem Wetter auf der Anlage eingefunden hatten. Danach ging es im trockenen Pumpenraum weiter, wo die Funktion der Anlage in allen Details erklärt wird. maisAlle Fragen der Teilnehmer wurden erschöpfend beantwortet und es entstand selbstverständlich eine Diskussion über die Vermaisung der Äcker, auf denen eigentlich Lebensmittel für Mensch und Tier hergestellt werden können. Die Biogas-Erzeuger sind der Überzeugung, dass trotz dieses Handels kein Mensch auf der Welt hungern müsste. Die Schuld dafür geben sie den Herrschern der Länder, in denen Menschen hungern müssen.
Aber nun zur Anlage selbst: Diese Biogas-Anlage ist eine von bundesweit 130 Anlagen (es gibt insgesamt ca. 2700), die ausschließlich Erdgas aus Mais herstellt. Nach der Beschickung der Fermenter mit Mais beginnt im Inneren der Betonbehälter die Vergärung. Das Methangas sammelt sich im oberen Bereich unter den mit Luftdruck gehobenen Dächern, die aus verschiedenen Folien bestehen und an den Kanten gasdicht abgeschlossen sind. Auf unserem Rundgang konnten wir uns davon überzeugen, aber zur Vorsicht durften wir doch nicht unsere Mobiltelefone auf die Gerüste mitnehmen.mitglieder
Das erzeugte Methangas wird in nachgeschalteten technischen Anlagen so aufbereitet, dass es der Qualität von Erdgas gleichkommt und in der unmittelbaren Nähe in das Öffentliche Erdgasnetz eingespeist wird.
Für die eigene Stromversorgung wird ein Blockheizkraftwerk betrieben, Strom wird allerdings nur in geringen Mengen in das öffentliche Netz eingespeist. Die Abwärme eines Blockheizkraftwerks reicht gerade, um die Räume und Fermenter auf Betriebstemperatur zu halten.technik
Die kritischen BI-Mitglieder konnten sich davon überzeugen, dass von den Betreibern dieser Anlage alles getan wird, um diese umweltgerecht zu betreiben. Kritisch anzumerken ist die fehlende Kontrolle der Ausbringung des Gärsubstrates durch die Landwirte nach der Düngemittelverordnung.
Den Betreibern der Anlage können wir nur danken, dass sie den BI-Mitgliedern die Gelegenheit gegeben haben, sich von der Funktionsweise der Anlage persönlich ein Bild machen zu können. AR